Virtuelle Pflegeschulungen und KI Assistenz: Digitalisierung wird zum Schlüssel für Integration und Versorgungsqualität
- 30. Jan.
- 2 Min. Lesezeit

Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig Holstein (UKSH) entsteht in kurzer Zeit ein innovatives Trainingsformat für die Pflegeausbildung
Die Herausforderungen im Gesundheitswesen sind längst Realität: Fachkräftemangel, steigende Belastung in der Pflege und die wachsende Bedeutung internationaler Fachkräfte. Gleichzeitig zeigt sich, dass klassische Ausbildungsformate allein nicht mehr ausreichen, um neue Pflegekräfte schnell, sicher und praxisnah in den Berufsalltag zu integrieren.
Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Schleswig Holstein (UKSH) wurde in kurzer Entwicklungszeit eine virtuelle Pflegeschulung realisiert, die beispielhaft zeigt, wie ernsthaft moderne Kliniken neue Medien als festen Bestandteil der Ausbildung verstehen. Von der ersten Idee bis zur fertigen Anwendung entstand ein digitales Trainingsformat, das nicht nur technologisch innovativ ist, sondern vor allem einen klaren praktischen Nutzen verfolgt: Pflegewissen dort vermitteln, wo es gebraucht wird, realitätsnah und unmittelbar anwendbar.
Lernen durch Handeln statt Lernen durch Zuschauen
Virtuelle Trainings ermöglichen einen Learning-by-Doing-Ansatz, bei dem Pflegekräfte Abläufe nicht nur theoretisch aufnehmen, sondern in realistischen Szenarien aktiv üben. Das stärkt Handlungssicherheit, reduziert Unsicherheiten im Patientenkontakt und beschleunigt den Kompetenzaufbau deutlich.
Gerade in einem Berufsfeld, in dem Verantwortung und Präzision entscheidend sind, bieten virtuelle Mikroszenarien einen geschützten Raum, um komplexe Situationen wiederholt zu trainieren, ohne Risiko für Patientinnen und Patienten.
Integration internationaler Fachkräfte gezielt unterstützen
Digitale Schulungen sind zugleich ein zentraler Baustein für gelingende Integration. Internationale Pflegekräfte stehen häufig vor sprachlichen und kulturellen Hürden, die den Einstieg erschweren. Virtuelle Trainings können Inhalte klarer strukturieren, Schritt für Schritt begleiten und durch visuelle sowie interaktive Elemente deutlich schneller verständlich machen als klassische Lehrformate.
So wird Ausbildung nicht nur effizienter, sondern auch inklusiver.
KI Assistenz als nächste Entwicklungsstufe
Ein weiterer entscheidender Hebel liegt in KI gestützten Assistenzsystemen. Diese ermöglichen es, Lernende individuell zu begleiten, gezielte Rückmeldungen zu geben und Inhalte an den jeweiligen Wissensstand anzupassen. Pflegeausbildung wird damit nicht nur digital, sondern auch personalisiert.
KI kann dabei helfen, Fragen direkt im Kontext zu beantworten, Unsicherheiten früh zu erkennen und die Wirkung am Patienten besser zu verstehe
UKSH setzt ein sichtbares Signal
Dass ein Haus wie das UKSH in so kurzer Zeit ein solches Projekt umsetzt, unterstreicht den Anspruch, Pflegeausbildung aktiv weiterzuentwickeln und neue Technologien nicht als Zukunftsthema, sondern als Gegenwart zu begreifen.
Virtuelle Schulungen und KI Assistenz sind kein Selbstzweck, sondern ein notwendiger Schritt, um Versorgungsqualität, Integration und Fachkräftesicherung langfristig zu stärken.
„Digitalisierung in der Pflege bedeutet nicht Technik um der Technik willen, sondern bessere Ausbildung, schnellere Integration und mehr Sicherheit am Patientenbett“, sagt Benjamin Seidel, Geschäftsführer der twinC GmbH.
Die Digitalisierung in der Pflege wird nicht irgendwann wichtig. Sie ist es bereits jetzt.





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